Facebook|Twitter|Soundcloud|Youtube|Instagram

Presse

Presse

Endlich! Den Blick gen Himmel gerichtet, ist man versucht, einen Aufschrei der Erleichterung auszustoßen. Einen Jazzgitarristen vom Format des Berliners Arne Jansen hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Vielleicht noch nie.“
 Jazzthetik, Wolf Kampmann          

CD-Release Mai 2013

Arne Jansen „The Sleep of Reason – Ode to Goya“:

„Arne Jansen gehört schon lange zu den Geheimtipps der deutschen Jazzszene, aber mit seinem neuen Album übertrifft er sich selbst. Jansen wandelt sich vom Gitarristen zum Geschichtenerzähler. Man kann die Augen schließen, ganz und gar in Jansens intensiver Klangpinselführung aufgehen und sich der Musik hingeben. Wunderbar!“ eclipsed

„Arne Jansen schafft einen erzählerischen, warmen Jazzsound, dem Ohr und Kopf gerne folgen.“  Jazzthing

„U2 und Francisco de Goya finden bei Arne Jansen in einem Song zusammen – und es funktioniert!“ Jazzthing

„Arne Jansen ist ein evokatives, eindringliches und intensives Stück Musik gelungen, das  noch lange nachklingen wird.“ Jazzpodium

„Album der Woche“ NDR info „Play Jazz“

„Jansens Musik hat eine ganz eigene Qualität. Sie entfaltet schon nach kurzem Zuhören einen starken Sog, dem man sich kaum entziehen kann.“ About Jazz

„Innere Zustände in Farben oder Töne zu übersetzen verbindet die beiden durch 150 Jahre getrennten Künstler Goya und Jansen.“ Concerto

„Einer der besten Jazzgitarristen.“ Fono Forum

„Zwischen Grunge und Goya – ein Album, das Genregrenzen sprengt.“ Kulturnews

„Unter seinen Händen kann die E-Gitarre wie ein Thunderstorm losbrechen.“  Stereo

Presse Nils Wülker – Arne Jansen Duo

Virtuosität und balladeske Ruhe

Statt großer Besetzung: Nils Wülker und Arne Jansen begeistern auch als Duo

Freitag Abend, volle Tonne. Nur zwei Mann spielen auf, zwei Mann an jeweils zweimal drei Ventilen und zweimal sechs Saiten. Am Boden vor ihnen aber jede Menge Knöpfe, Pedale und Kabel. Nils Wülker und Arne Jansen, die beide in größerer Formation erst im vorigen Jahr hier zu Gast waren, sie haben sich jetzt auf sich selbst beschränkt. Und was fehlt da? Nichts, gar nichts. Das Duo scheint vollendet.

Was nicht bedeuten soll, dass sie sich schon satt zurücklehnen könnten, denn ihre Musik ist ansteckend im Werden. Der durchaus schon als Star gefeierte Trompeter beweist wie nebenher, dass in diesem Land Platz für mehr als einen Matador auf diesem Instrument gegeben ist. Und dass man sich als Jazzer keineswegs mit Pop beim Publikum einschmeicheln muss. Er wechselt gern mal zum Flügelhorn und traut sich weit gefasste Melodiebögen ebenso zu wie knapp ausgestoßene Einzel- oder Doppeltöne. Dabei kann er wahnwitzig virtuos sein, besticht aber auch mit balladesker Ruhe.

Sein Kompagnon an akustischer und E-Gitarre steht der Virtuosität in nichts nach, gibt mal den zupfenden Begleiter und mal die höchst präsente Rhythmusgruppe. Auch er verstärkt, verzerrt, verzaubert oft sein Spiel und fingert verblüffende Resultate in den Raum. Als würden sie miteinander Geschichten erzählen, werfen sich Jansen und Wülker die Einfälle, die Einsätze zu, greifen auf und greifen ab, scheinen für einen Moment ganz im Elegischen versunken, um gleich darauf wieder völlig atemlos und mit Spaß n der Sache drauflos zu palavern.

Überwiegend eigene Stücke sind es, die der Trompeter und der Gitarrist da gemeinsam auffahren. Nein: Abfeuern! Darunter ältere Arbeiten, die ursprünglich für größere Besetzung entstanden sind (im Dresden-Konzert aber nichts an instrumentaler Vielfalt vermissen lassen), sowie „Baustellen“, die noch im Erproben begriffen sind, aber schon nach großem spielerischen und ausdrucksstarken Reichtum klingen. Neben beider Virtuosität ist es der Einfallsreichtum im Einsatz elektronischer Mittel, der die Zuhörerschaft fasziniert. Loops, Intervallverschiebungen und ein Gitarrensatz bis hin zur Quietschkommode sind nur drei Beispiele für das Klangspektrum des experimentierfreudigen, sich bis hin zu Rock und Fusion neigenden Duos.

Ohne Zugabe wird das natürlich nicht von der Bühne gelassen. Ausgerechnet dafür haben Nils Wülker und Arne Jansen ein Stück Genrewechsel gewählt: „With A Little Help From My Friends“ von den Beatles – aber auch diesen Ohrwurm ganz im eigenen Stil der Melange aus Naturton und Elektronik.

Dresdner Neueste Nachrichten, Aldo Lindhorst, Kultur, Seite 9, Montag, 23.01.2012

Sanftes Flügelhorn – Nils Wülker und Arne Jansen in der Harmonie

Gemeinsam mit dem Gitarristen und langjährigen Musikgefährten Arne Jansen werden alte Kompositionen und Arrangements aufregend neu interpretiert. Cool und reduziert im Sound, aber nicht minder intensiv denn als Band, präsentierte das kongeniale Duo sein Programm jetzt in der Endenicher Hamonie.

Trotz kleiner Besetzung entsteht im intensiven Dialog der beiden Musiker eine dichte Klangatmosphäre, sphärisch und kraftvoll zugleich. Die Duo-Situation gibt beiden Musikern viel Raum für die Entfaltung eines regelrechten Klangzaubers, den Wülker insbesondere in den ruhigen Balladen zelebriert.

Jansen steuert an der Gitarre immer wieder betörende Klangkulissen bei, ist zugleich aber auch der Rhythmus-Motor des Duos bei Stücken, die eine groovige Richtung einschlagen. Mit Loops und Delay-Effekten werden die Gitarren-Riffs dann einfach geklont, um dann als Sound-Schleifen für satte Beats zu sorgen, über dem das Duo dann seine solistischen Feuerwerke entfachen kann.

Bonn, General-Anzeiger, Robert Fontani, 26.01.2012

Jazz für die Hängematte

Der Trompeter Nils Wülker und der Gitarrist Arne Jansen im Theaterstübchen
KASSEL. Gitarre und Trompete sind eigentlich nicht die typische Kombination, auf denen Duos ihr musikalisches Glück aufbauen. Handelt es sich jedoch um so ausgezeichnete Musiker wie den Trompeter Nils Wülker und den Gitarristen Arne Jansen, dann ist auch ohne volle Kapelle ein bemerkenswertes Konzert drin.

Die beiden unterstrichen das am Montag im gut besuchten Theaterstübchen. Über- wiegend Stücke, die Wülker normalerweise mit seinen Bands spielt, brachten die bei- den an diesem Abend als Duo. „Wir wollten mal gucken, was mit einer Gitarre und einer Trompete geht“, erklärte Wülker. Romantisches Flair, Kreativität und Entspannung waren dabei Trumpf. Musik, passend für einen Abend in der Hängematte. Die Augen zu und sich sanft vom Wind schaukeln lassen.

Wülker ließ seine Trompete träumen, Jansen zupfte und streichelte dazu seine Gitarre. Teilweise justierte der Gitarrist sein Instrument dabei auf Hall und ließ in den Nachklang sanfte Soli gleiten. Auch weitere Zusatzeffekte verschmolz der Gitarrist. Mal schlug er einen Rhythmuskürzel an, programmierte auf Wiederholung, schlug weitere Akkorde an und legte sie darüber. Mal wurde seine Gitarre zum rockig verzerrten Klangteppich, auf den Wülker seine großartig getimten und sehr kreativ gestalteten Melodiesoli einfädelte, und mal streichelte Jansen sein Instrument, als gelte es ein Wiegenlied anzustimmen. Genial, wie Wülker auf die wechselnden Klangleinwände seines Partners stets neue Farbtupfer und Kreationen auftrug.

Auch einen „Fremdgänger“ hatten die beiden im Programm: „Black Hole Sun“ von Soundgarden. Auch dieses Stück war eine Träumerei in Jazz. … Stück für Stück ein starkes Konzert.

Kassel Zeitung, Steve Kuberczyk-Stein, 19.01.2012

Schwerelose Jazz-Dialoge

Nils Wülker und Arne Jansen übten sich im Kulturforum im Duo-Format

Kiel. Es ist, als hätte jemand die musikalische Schwerkraft aufgehoben: Ein Trompeter und ein Gitarrist führen luftige Dialoge, ohne dass ein Schlagzeug die Zeit zerteilt, ein Bass für Bodenhaftung sorgt oder ein Klavier den Freiraum zwischen den Noten füllt.
Die Besetzung, die sich Nils Wülker und Arne Jansen für ihren Auftritt im bestens besuchten KulturForum ausgesucht haben, kommt im Jazz weniger als selten vor. Doch vom ersten Ton wirkt das hierbei entstandene Klangbild irgendwie vertraut.

Nach zwei Jahren Zusammenarbeit habe man austesten wollen, was in Duo-Besetzung geht, sagt der nach Till Brönner vielleicht bekannteste deutsche Jazztrompeter nach dem ersten Stück. Es geht ziemlich viel, zumal die Kategorie „Duo“ hier nicht wortwörtlich zu nehmen ist. Denn neben einer elektrischen und einer akustischen Gitarre hat Arne Jansen an diesem Abend ein Technik-Arsenal im Gepäck, „das einem Flugzeugcockpit zur Ehre gereichen würde“, wie Wülker scherzt. Kein Problem also, neben der Solo- noch eine Rhythmusgitarre im Loop laufen zu lassen. Kein Problem, das Instrument mit so viel Hall anzureichern, dass es die Trompete von allen Seiten umklingt.

So liegt ziemlich viel Metall in der Luft. Doch trotzdem bleibt der Kontrast zwischen Blas- und Saiteninstrument hinreichend spürbar und reizvoll. Gut würde diese Musik als Soundtrack für ein Roadmovie funktionieren. Sie steht ganz im Dienste der Schönheit, ohne sich dabei anzubiedern. … Für Auflockerungen sorgt das Duo durch eine kluge Stückauswahl. Neben atmosphärisch dichten Träumereien präsentieren sie auch eine zugkräftige Funk-Nummer und mit Soundgardens Black Hole Sun ein kammermusikalisches Cover eines Grunge-Hits. Indem Jansen hier die akustische Gitarre einsetzt, erhöht er die Distanz zum Original und schafft den Freiraum für eine eigenständige, angenehm lyrische Interpretation. Was nicht heißt, dass generell Defensivität vorherrschen würde: Ab und zu reißt es auch Jansen überraschend vom Hocker und er lässt sein Instrument jaulen und heulen.

Das Publikum lässt sich von alledem bereitwillig begeistern. Als das Duo mit dem Beatles-Klassiker With A Little Help From My Friends das Finale einleitet, wollen die Gäste sie kaum gehen lassen. Zurück auf der Bühne spielen sie den Song einfach weiter. An einem so runden Abend geht auch das in Ordnung.

Kieler Nachrichten, Oliver Stenzel, Sonnabend, 28.01.2012

Musikmesse „Jazz Ahead“ in Bremen:

„Höhepunkte der Konzertabende in Bremen waren die Auftritte der britischen Jazzlegende John McLaughlin und des Berliner Arne Jansen-Trios.“
Radio Bremen, 25.04.2010

Young German Jazz“ im ausverkauften RWE-Pavillon (Philharmonie Essen)

Da zauberte Eric Schaefer, das intellektuelle Kompositions-Genie am Schlagzeug, mit Oliver Potratz, seinem aus vielen anderen Projekten vertrauten Partner am Bass, filigrane und doch rhythmisch packende Strukturen, über die Arne Jansen schöne Single-Note-Lines ausbreiten konnte.

Der in Berlin lebende Gitarrist verwandelte poetische Inspirationen, etwa aus den Romanen des Japaners Haruki Murakami, in bewegende Klangbilder von zeitgemäßer Schönheit. Wunderbar: Ein souveräner, selbstbewußter Auftritt.

WAZ, Sven Thielmann, 24.02. 2010

„Friedensreich“ (mit Katja Riemann) in Kiel:

Der Gitarrist Arne Jansen hat mit ihr (Katja Riemann) die passenden Arrangements geschrieben, mal sacht wie ein Wiegenlied, mal mit dröhnenden Loop-Gewittern. Jansen destilliert aus Rammsteins testosteron-teutonischer Marschmusik die melodische Idee, den narrativen Kern, reichert ihn mit erstaunlicher musikalischer Intelligenz an. Nie zuvor klangen Rammstein so klug und verständlich.“

Kieler Nachrichten, Jens Raschke, 02.12.2009

„Friedensreich“ (mit Katja Riemann) in Gera:

„ Auf der Bühne der Gitarrist Jansen, ein Musikant wie ein ganzes Orchester, und die Riemann. Sie spricht, haucht, säuselt, hyperventiliert die brillanten, gnadenlosen, sehnsüchtigen Berg-Texte, singt, grölt, kreischt Lieder von Rammstein und anderen. Und plötzlich sind alle in diesem einen Raum: die bösen Buben oi, oi, die Schrebergärtner mit ihrer verdammten Sehnsucht, die eitlen Künstler, die gemeinen Verkäuferinnen und das ganz ruinierte, niedliche, kleinliche, zerrissene, zynische, kitschige, einzige Vater- und Mutterrrrland. Kunst wird es nicht ändern, aber sie kann die Aufmerksamkeit schärfen, und genau das macht dieser „Doitschlandabend“.“

Ostthüringer Zeitung 14.10.2009

„Friedensreich“ (mit Katja Riemann) in Oldenburg:

Dem Instrumentalisten gebührt übrigens ein Sonderlob: Ausgestattet nur mit Gitarre und Effektgeräten, kreierte Jansen ein atmosphärisch dichtes, jederzeit stimmiges Gegengewicht zur Prosa der ostdeutschen Heavy-Metal-Band Rammstein.

NWZ, Matthias Mineur, 23.06.2009

CD „Younger Than That Now“

Arne Jansen Trio bei Jazz Baltica 2009

Auch der zum zweiten Mal vergebene Jazzförderpreis der Investitionsbank Schleswig-Holstein ging passenderweise an eine Bigband – an das LandesJugendJazzOrchester unter Leitung von Jens Köhler, das schon viele neue Jazzstimmen in Deutschland hervorgebracht hat: den Gitarristen Arne Jansen oder Bassistin Eva Kruse z.B., die zusammen mit Drummer Eric Schaefer ein furioses Konzert spielten. Jansens Trio spielt spektakuläre Musik, eindringlich und ausdrucksstark mit fantastischem Dynamikbogen.

Jazzthetik, Angela Ballhorn

JazzBaltica: Größen in der kleinen Scheune

Salzau – Das Große liegt oft im Kleinen – zumal bei der JazzBaltica, deren Stammgäste längst wissen, dass sich von den „Hütern des Feuers“ in der großen Konzertscheune mancher Abstecher an den „Hot Spot“ der kleine Scheune lohnt, wo der Nachwuchs auch 2009 zukunftsweisend aufspielte.

Etwa das Trio des in Flensburg aufgewachsenen, jetzt Berliner Gitarristen Arne Jansen mit dem ebenfalls Landeskind Eva Kruse am Bass und Drummer Eric Schaefer. Wäre Jansen nicht schon 1994 als Praktikant auf der JazzBaltica gewesen, die für ihn seither „als Musiker und Mensch prägend war“, wäre er nicht schon mit Eva Kruse als Band Firomanum in Salzau zu hören gewesen, könnte man sagen: Newcomer. Denn die Drei machen sich innovativ frei für Pop und Rock, mit dem sie es richtig krachen lassen. Rock-Konzert-Atmosphäre in der kleinen Scheune am Freitagabend.
Kieler Nachrichten, Jörg Meyer

„Gitarrist Arne Jansen brilliert auf „Younger Than That Now“

(Traumton/Indigo), eingespielt mit Bassistin Eva Kruse und Eric Schaefer (drums), mit acht Eigenkompositionen, die durch kraftvoll-innovatives Spiel mit ausgeprägtem Sinn für Raum greifende Arrangements bestechen. Ohne Zweifel eines der größten Gitarren-Talente hierzulande.“

Hamm Live, Dirk Bremshey, 12/2008

„10 Jahre Enjoy Jazz

… Eine Meisterleistung des spektakulär Unspektakulären war das Konzert des Arne Jansen Trio aus Berlin mit der fulminant guten [em]-Rhythmusgruppe Eva Kruse und Eric Schaefer. Diese Musik ruht in Schönheit in sich, verweigert sich dem verstiegen Experimentellen genauso konsequent wie dem vordergründig Sportlichen. Von diesem Gitarristen werde Töne nicht gefressen wie anabole Steroide, sondern flächig ausgebreitet, durch die Rockwalze gedreht, und mit dem Instrumentarium des Jazz filigran gedrechselt, bis daraus eine atmosphärische Stimmung erwachsen ist, die dann als eine Art Grundton erhalten bleibt. Bei Jansen atmet jeder Ton Authentizität aus. …“

Jazzpodium, Volker Doberstein, 12/2008

Arne Jansen Trio: „Younger than That Now“ (Traumton)

„Gitarrist Jansen hat mit Eva Kruse (Bass) und Eric Schaefer (Schlagzeug) zwei Drittel von Michael Wollnys Erfolgstrio e.m. in seiner Band. Der Berliner komponiert einfache, wohlklingende Melodien. Er lernte unter anderem bei Pat Metheny und John Abercrombie und war Mitglied des Bundesjugend-Jazzorchesters. Jansen und Kruse spielen auch im Quartett Firomanum, das beim diesjährigen Jazzfest Berlin begeisterte.“

KulturSPIEGEL, 12/2008 Neue CDs Jazz

„Jünger als jetzt

Improvisierte Musik und Bob Dylan? Für das Arne Jansen Trio kein Widerspruch. Zu hören beim Jazzfest.
Wie beginnt man, einen Song zu schreiben? „Ich schaffe mir Ruhe, schalte das Telefon ab, dann setzt der Prozess des Freischaufelns, der Inspiration ein.“ …“

Den ganzen Artikel lesen: Tagesspiegel, 04.11.2008

„DAS SPIELE ICH

Freiheit und Euphorie
Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt.
Diesmal: Arne Jansen, Gitarrist
Ich liebe die Freiheit der Improvisation – das Hören auf die Mitmusiker und das gemeinsame „Komponieren im Moment“. Beim Komponieren genau wie beim Improvisieren folge ich einem melodischen Motiv, dass bei mir einen Nerv berührt. Dieses Gefühl versuche ich dann konsequent weiterzuverfolgen, wohin es mich auch führen mag. Es handelt sich weniger um einen bewussten Schaffensprozess als vielmehr um eine unbewusste Entdeckungsreise, bei der ich versuche, dem musikalischen Kerngedanken zu folgen. Ich verehre die Meister dieser Kunst, wie z.B. Miles Davis, Bob Dylan, Mahler oder Radiohead. Das hat natürlich mit meiner musikalischen Herkunft zu tun. Nach meinen Anfängen als Rockgitarrist mit einer Vorliebe für Jimi Hendrix und Mark Knopfler entdeckte ich mit fast blinder Euphorie den Jazz. über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren habe ich mich äußerst intensiv mit dieser musikalischen Ausdrucksform beschäftigt. So ist mir ein Bedürfnis und eine große Freude geworden, zusammen mit meinen Mitmusikern Eva Kruse und Eric Schaefer eine Musik zu spielen, die ihre Inspiration aus all diesen verschiedenen Stilistiken zieht und im Jazz wie auch in der Rock- und Popmusik gleichermaßen verwurzelt ist.
JazzFest Berlin ’08:
Das Arne Jansen Trio spielt am 5. und 6.11. im A-Trane, 22 Uhr

Tagesspiegel, Spielzeit, 30.10.2008

„Der deutsche Gitarrist ARNE JANSEN beweist mit seinem TRIO auf ‚Younger Than That Now‘ (indigo/traumton) Kompetenz in Sachen Transparenz. So sparsam und zögernd wie dieser Musiker immer wieder seine herrlich angerauten Töne in diese acht Instrumentals tropfen lässt, das ist einfach einzigartig, originell, eigenwillig und beeindruckend. Gemeinsam mit Eva Kruse (b) und Eric Schaefer (dr) ist dem Berliner eine Album-Produktion gelungen die irgendwo zwischen dem Impressionismus von Mick Goodricks, dem nordischem Blues Terje Rypdals und der ökonomischen Spielkonzeption Jim Halls, abseits von Jazz-Tradition, theoriegeschwängertem Skalendogmatismus und Avantgarde-Zwängen eine ganz eigene intensive und schöne Musik transportiert. Wunderbar unangepasst.“

Gitarre & Bass, 11/2008

„Hau-Drauf-Musik

„ Ah, but I was so much older then, I´m younger than that now“, hat Bob Dylan einst in „My Back Pages“ erleichtert festgestellt. Diese Erkenntnis hat Arne Jansen so gut gefallen, dass er sein neues Albun „Younger than that now“ (Traumton/Indigo) gleich nach ihr benannt hat. Es gibt aber auch musikalische Gründe für diese Betitelung, denn der Berliner Gitarrist spielt höchst gekonnt mit dem Reiz des einfachen. Ganz ruhig beginnt der Opener „On the Shore“, bevor sich mit der meisterlichen Beherrschung von Flageolett und Feedback allmählich rockigere Töne einschleichen. Begleitet wird Jansen nach wie vor von den zwei Dritteln [em], die nicht Michael Wollny heißen. Eva Kruse am Bass und vor allem Schlagzeuger Eric Schaefer zeigen auf dieser Produktion aber eine ganz andere Seite von sich – sie können nämlich auch rocken. „Eric kommt ja auch ursprünglich von Hau-Drauf-Musik“, grinst Arne Jansen. „er hat genau wie ich in einer Rockband begonnen. Als mir mit 16 eine Gitarre kaufte, habe ich Jimi Hendrix gehört.“ Danach begann für Jansen eine Entwicklung zum hochkomplexen Jazzgitarristen, die er aber im Moment als abgeschlossen betrachtet. „früher habe ich sehr abgefahrene Sachen geschrieben“, gibt er zu, „mein Interesse daran ist im Moment verschwunden.“
Radiohead, Bob Dylan, aber auch „Good Dog, Happy Man“, die Bill-Frisell-Platte, eine der besten Hommagen des amerikanischen Ausnahmegitarristen an die Songform, haben Jansen in den letzten Jahren begleitet. Das hat sich auf der letzten Platte „My Tree“, auf der er Pearl Jam gecovert hat, schon angedeutet. Das neue Album suhlt sich geradezu in den erzählerischen Momenten, bei denen es heftig zur Sache gehen kann. In den langen, epischen Songs wie „Out of my Tree“ oder „The End of the World“ erinnert Arne Jansen gar an die ausufernden Gitarrenschlachten von Neil Young & Crazy Horse. „Einfache Melodien zu schreiben, die Tiefe haben“, hat Jansen festgestellt, „ist gar nicht so einfach.““

Jazzthing #76, Rolf Thomas, November 08-Januar 09

„Ende 2005 waren wir begeistert von „My Tree“ (Traumton 4486); und was wir über Arne Jansens neues Album sagen wollen, könnte aus fast dem gleichen Vokabular bestehen: Preisklasse Rosenwinkel/Muthspiel; exzeptionell geschmackvoller Spieler und Tonsetzer; feiner Strich statt grell bemalter Axt im Walde; unerschöpfliches Singlenote-Spiel; jenseits aller postmodernen Klischees, spannend, frappierend, erstaunlich. Der Berliner Gitarrist spielt wieder in dem Trio von „My Tree“ , also mit Eva Kruse, b, und Eric Schaefer, dr. Dass er bei Goodrick, Metheny, Abercrombie, Catherine und, ja, ja, Rosenwinkel studiert hat, sei nebenbei vermerkt; er ist vor allem er selbst, ein hochmusikalischer Ökonom der Schönheit, der Verhaltenheit, des Spacing. Er ist ein Künstler der Reduktion, wie in einem betörend schönen, fast minimalistischen und programmatischen Starttitel „On The Shore“, der sogar noch, wie in „Setting Forth“ offene Saiten unter dramatisch wechselnden Akkorden mit Bedacht wählt. „Tiger’s Den“ ist ein elektrischer Song, eher rockig als jazzig, aber dennoch nie over the hill, ein dramatisch klug gesetzter „Ausrutscher“. Arnes wirklich große Welt bleibt eine reduktionistische: Ausgerechnet ein über neun Minuten langes Opus wie „The end of the world“ machen die drei zum Paradebeispiel für das Wenige, das weit mehr als das Viele sagt. Gewidmet hat AJ das Stück Haruki Murakami, dem japanischen Autor und poeta doctus mit unzähligen literarischen Bezügen zu Pop. und Rockmusik und Jazz. Hier gibt es kein Crescendi-Tamtam. Hier herrscht der sacht verhauchenden Augenblick, der stille, aber bedeutungsstarke Moment, wie wir ihn aus Haiku und Tanka kennen. Und dann noch „Rai On My Carpet“ (Bob Dylan zugedacht) und, Bezug zum Vor-Album, „Out Of My Tree“, zwei ganz ähmlich sparsamen, gleichsam „unterspielten“ Trio-Stücken. Arne Jansen und sein Trio bieten wunderbare Musik, Musik, in der viel mehr steckt als das vordergründig Hörbare: eine erstaunliche Portion fernöstlicher Weisheit.“

Jazzpodium, Alexander Schmitz, Oktober 2008

Der Dylan-Faktor

Gitarrist Arne Jansen setzt im Berliner Jazz neue Maßstäbe

In Berlin herrscht Jazzflaute. Trotz Legionen motivierter Jazzmusiker sind Innovation, Individualität oder gar internationaler Standard seit Jahren rar gesät. Arne Jansen macht diesem Stillstand jetzt ein Ende. Einen Jazzgitarristen vom Format des jungen Berliners hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Vielleicht noch nie. Jansen ist ein sanfter Extremist. Die Stücke seines neuen Albums „Younger Than That Now“ wirken ganz neu und unverbraucht, und doch scheint man sie auf der Schnittstelle kollektiver musikalischer Erinnerung zwischen Jazz, Rocj und Folk längst zu kennen.
Schon früh begriff Jansen, dass er die Soli von John Coltrane niemals auf die Gitarre würde übertragen können. Wozu auch? Stattdessen suchte er Inspiration bei Jimi Hendrix, Joni Mitchell, Radiohead oder Bob Dylan, von dem er sich auch den Titel für sein Album auslieh. Sein Respekt vor den Altvorderen versackt jedoch niemals in lähmender Ehrfurcht. „Bei anderen bewundert man stets, was man selbst nicht kann. Ich beschäftige mich zwar mit meinen Defiziten, doch beim Schreiben konzentriere ich mich auf meine Stärken. Mich berührt das Einfache in der Musik, und sei es Akustik-Pop, der nur aus drei Akkorden besteht.“
Jansen will Vorbilder wie John Scofield, Pat Metheny oder Bill Frisell nicht verleugnen, aber seine Version von Jazz klingt eher nach instrumentalem Rock. Er spielt ohne jeden Druck, kann zulassen, wo andere verhindern. „Ich will keine abgehobene Musik. Kunst für sich, die das Leben aus dem Fernglas einfängt, bedeutet mir nichts. Manchmal kaufe ich Platten, deren künstlerischer Anspruch mich beim ersten Hören begeistert, doch dann ertappe ich mich dabei, dass ich sie nie wieder höre.“
So kann man Jansens Songs ohne Brüche zwischen White Stripes und Neil Young hören. Jazz oder nicht, Jansen übersetzt seine Einflüsse in einen Berliner Jargon, der Hundehaufen, Baustellendreck und Kinderlärm ebenso hörbar macht, wie das Exil im Biergarten und den Duft der Dönerbude.

TIP Berlin, 2.10.2008

„Endlich! Den Blick gen Himmel gerichtet, ist man versucht, einen Aufschrei der Erleichterung auszustoßen. Einen Jazzgitarristen vom Format des jungen Berliners Arne Jansen hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Vielleicht noch nie.“

Jazzthetik, Oktober 2008, Wolf Kampmann

CD „My Tree“

Zarte Lyrik und rockige Explosivität Arne Jansen Trio war Gast der Flensburger Hofkultur Klarer Gitarrensound durchbricht die Stille des lauen Sommerabends. Bass und Schlagzeug setzen ein und schaffen gemeinsam ein warmes, stets aufs Neue überraschendes, intensives Klangbild. Von zarter Lyrik bis hin zu rockiger Explosivität: So weit reichte das musikalische Spektrum des Arne Jansen Trios am Donnerstag im idyllischen Brasseriehof. Während der gebürtige Flensburger Arne Jansen mit gitarristischer Rhetorik und eigensinnigen Kompositionen – teils durch den japanischen Autoren Haruki Murakami inspiriert – bestach, glänzte Bassistin Eva Kruse durch gekonnte Intonation und flinke Finger. Eric Schaefer trug das dynamische Unisono-Spiel von Gitarre und Bass wie ein wahrer Poet. Neben Bearbeitungen der US-Rockband Pearl Jam überzeugten bei „MyTree“ ausgefeilte Melodik und lebendige Improvisationen – weder zerfasert noch beliebig; das Stück „Nachtgewitter“ mit seinem temperiert aggressiven Touch war ein wahres Gitarrengeschrei, das ein Sommergewitter im Hof perfekt imitierte und das Publikum begeistert mitgehen und Neugierige ihr Fenster in den Hof öffnen ließ. Und beim dröhnenden Song „The End Of The World“ kam tatsächlich Endzeitstimmung auf. „Last Minute“ mit rockenden Beats leitete dann jazzig-dynamisch die Pause ein. Zu guter Letzt sorgte das wunderbar zarte Wiegenlied „Lullaby“ bei manch einem der etwa 200 Zuhörer in der hereinbrechenden Dunkelheit für wohlige Bettschwere. Ein angemessener Abschluss eines sinnlich-intellektuellen Vergügens.“

Flensburger Tageblatt, Johanna Rower, 26.07.2008

Besser hätte eine Konzertansetzung aus marketingtechnischen Gründen gar nicht sein können. Gerade wurde die Band Firomanum mit dem erstmals vergebenen „Jazz Baltica Förderpreis“ ausgezeichnet und nun gastierten in der St.Petri Kirche in Ratzeburg, übrigens auf Einladung des äußerst umtriebigen Vereins „Jazz in Ratzeburg e.V., zwei Musiker dieses Ensembles mit einem „Sideproject“: dem Arne Jansen Trio. Eric Schaefer, etatmäßiger Schlagzeuger dieser Formation, wurde da z.Zt. mit dem Pianisten Carsten Daerr in Mexiko konzertierend, kurzerhand trefflichst durch Sebastian Merk ersetzt.
Verhalten arpeggierend startet Arne Jansen in ein denkwürdiges Konzert. Seiner Gitarre pastellfarbene, hingetupfte Töne entlockend, tastet er sich hinein in „Before“, eine Komposition des noch aktuellen Albums „My Tree“, im Herbst soll übrigens eine neue CD erscheinen. Eva Kruses wohlgesetzte Bassnoten schaffen Räume, Kontrapunkte, verzahnen sich wunderbar antizipatorisch mit dem imaginativ-spontanen Spiel des sich keineswegs als Aushilfsschlagzeugers erweisenden Sebastian Merk. War der Einstieg in dieses Konzert noch verhalten kontemplativ, so zeigte das Trio schon mit der nächsten Nummer „Nachtgewitter“, die Ambivalenz ihres musikalischen Wirkens auf. Dräuende Gewitterwolken auf seinem Schlagzeug evozierend, leitet Merk hinein in eine Komposition Jansens, übrigens im zarten Alter von 16 Jahren erdacht, die die Bildlichkeit von Musik auf stupende Weise für den Hörer erfahrbar und erlebbar macht. Jansens Gitarre grollt und tost, Kruses Bass donnert und rumort und wie niedersausende Blitze fährt Merks Beckeneinsatz immer wieder hinein in den tonalen Mahlstrom. Doch dann lichten sich die Wolken, am Horizont beginnen die Sterne zu funkeln und die Musik verliert sich in sanften Wellen. Diese Brüche sind es, die die Musik des Arne Jansen Trios einzigartig machen. Hier sind Musiker am Werk, deren musikalische Sozialisation nicht ausschließlich bei den Altvorderen des Jazz beginnt, sondern die sich genauso selbstverständlich mit der Rock und Popmusik ihrer Zeit auseinandergesetzt haben.
Nicht überraschend bildet dann auch Pearl Jams „Release“ den Abschluß dieses fulminanten Konzertes. Arne Jansen widmet seine neue Komposition „Rain on my Carpet“ Bob Dylan, einem Musiker der nicht gerade hochgradigem Virtuosentum auf der Gitarre verdächtig scheint, der aber immer noch textlich und melodisch unerreicht im Raum steht. Dieses Schauen über den eigenen musikalischen Tellerrand hinaus macht die Faszination der Musik des Trios aus. Rockige „Powerchords“ und an John Bonham gemahnendes Schlagzeugspiel wechseln sich ab mit fragilem, jazzharmonisch höchst anspruchsvollem Interplay. Da ist die „Laut-Leise-Ästhetik“ eines Kurt Cobain nie weit entfernt von den kantigen „Jazz-Funk-Licks“ eines John Scofield und trotzdem haftet der Musik nie etwas künstlich Aufgesetztes an. Die Musiker bleiben immer sie selbst. Mit „Lullaby“ entlassen Arne Jansen, Eva Kruse und Sebastian Merk nach zwei Stunden ihre Zuhörer in der gut besuchten St.Petri Kirche in die Nacht. Der andauernde Regen hatte aufgehört und am Firmament leuchteten die Sterne.

www.unser-luebeck.de, Thorsten Hingst, 19.5.2008

Arne Jansen Trio/Summer Night Jazz-Festival Lübeck:

„Professionalität und Intuition gehen mit viel Humor einher, die ausgefeilten, geschmackssicheren Stücke reichen von kühlem Bop über fusionartige Versatzstücke bis zur Dekonstruktion, und zwei Bearbeitungen von Stücken der US-Rockband Pearl Jam gehören zu den besten Momenten des Konzerts. Berührungen mit Trends ergeben sich am Wegesrand, Scheu beim Umgang mit neuer Technologie wie etwa Live-Sampling existiert nicht. Von Einflüssen zwischen Hendrix, Abercrombie, Scofield und Montgomery durchwirkt, führt Arne Jansens klarer, angeschnittener Gitarrensound durch die Stücke, Eva Kruses Kontrabassspiel besticht (nicht nur) durch wunderbare Intonation und der mittlerweile wohlbekannte Eric Schaefer erweist sich erneut als einer der führenden Drummer des Landes, vermutlich aber des Kontinents.“

Jazzthetik, Oktober 2007, Rolf Jäger

„Spannenden Spagat vollführt

(„Arne Jansen Trio“ in Schwäbisch Gmünd)
Das Trio um den Gitarristen Arne Jansen bewies enorme musikalische Offenheit und unbändige Experimentierfreude. Sehr zum Vergnügen der zahlreichen Jazz-Liebhaber kombinierten Arne Jansen an der Gitarre, Eva Kruse am Kontrabass und Eric Schaefer am Schlagzeug scheinbar kaum miteinander kompatible Musikrichtungen. Aus Punk, Jazz, Blues, Grunge, Pop und einer ordentlichen Portion Rock flochten sie ein spannendes Klanggebilde. … Als Verbeugung vor den Idolen seiner Jugend (Pearl Jam) spielte er deren Song „Release“ und verpasste ihm einen ganz neuen, speziellen Sound. Die weiteren Stücke stammten alle aus Jansens eigener Feder und trugen unverkennbar seine kühne Handschrift. Mit Titeln wie „Last Minute“, „Cielo Argento“ oder „San Diego Blues“ sind sie an den unterschiedlichsten Orten der Welt entstanden. Sie flüsterten und hauchten, zischten und raunten, riefen und kreischten, brüllten und wüteten. Und manchmal explodierten sie auch ganz gewaltig. Aber immer gaben sie die Geschichte ihrer Entstehung oder die Atmosphäre ihres Geburtsortes preis, und verstanden es bei den Zuhörern Emotionen zu wecken. Immer mehr ließ sich das Publikum auf Jansens expressiven Gitarrensound, Schaefers packende Schlagzeugsoli sowie auf Kruses weiche und zugleich gewaltige Basslinien ein. Bis es sich stumm und fasziniert gänzlich von der Musik gefangen nehmen ließ. Und sich am Ende beim Trio für diesen hörenswerten Spagat mit einem langen Applaus bedankte.“

Rems-Zeitung, Andrea Kombartzky, 22.01.2007

„Sieben vielversprechende Eigenkompositionen präsentiert der erst 30-jährige Gitarrist und Komponist Arne Jansen – einer der Lieblingsgitarristen Peter Herbolzheimers der deutschen Nahwuchsszene – auf seinem Debüt-Album „My Tree“, das er gemeinsam mit der Bassistin Eva Kruse und dem Schlagzeuger Eric Schaefer, beide bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Formationen tätig, für Traumton Records eingespielt hat.
Auf „My Tree“ finden sich strukturierte Kompositionen, in denen solistische Passagen und Improvisationen nie beliebig wirken, sondern eine klare musikalische Einheit bilden, und ständig passiert in den teils ausufernden Stücken etwas Neues, muss sich der Hörer auf andere Einflüsse einlassen; einfach spannend!
Dabei gewähren sich die drei hochbegabten und jungen Musiker aus der Berliner Szene ausreichend Raum für ihre individuelle Klangsprache. Mal rockig, mal jazzig zeigt Arne Jansen sein virtuoses Können, Eric Schaefer erschafft dezent einen rhythmisch geprägten Klangraum und gemeinsam mit Eva Kruses dynamischem Spiel bietet „My Tree“ einen mitreißenden und fesselnden Modern Jazz, der fern von aufgesetzten Konzepten ist.“

jazzdimensions.de, 4/2006 Martin Lücke

„Der Berliner Gitarrist Arne Jansen mag zwar von den üblichen Verdächtigen John Scofield, Bill Frisell und Pat Metheny beeinflußt sein, seine erste Liebe gehörte aber Mark Knopfler und den Grunge-Melancholikern Pearl Jam. Nicht umsonst endet also die Debüt-CD seines Trios (am Baß: Eva Kruse, am Schlagzeug: Eric Schaefer) mit einer ungewöhnlichen Version des Pearl-Jam-Stücks „Release“. Es ist der packende Abschluß einer Platte, die aus der Ruhe Kraft schöpft. Und dabei Jansens enorm vielseitige Jazzgitarren-Kunst mit Witz und Sensibilität unaufgeregt in den Vordergrund stellt.“ j.e.

Berliner Morgenpost, 8.4.2006

„Zwei Drittel des Arne Jansen Trios kennt man schon. Als Mitglieder des Dreiergespanns „[em]“ konnten die Bassistin Eva Kruse und der Schlagwerker Eric Schaefer 2005 gemeinsam mit dem Pianisten Michael Wollny für Aufhorchen in der deutschen Jazzszene sorgen. Beeindruckendes leistet das Rhythmusduo nun auch im Zusammenspiel mit dem Gitarristen Arne Jansen.
In der Ruhe liegt hier die Kraft. Jansens Kompositionen sind seelenvolle Landschaftsgemälde mit viel Sinn für Weite und Raum. Wie wohl annährend jeder Jazzgitarrist der Gegenwart zeigt sich der in Flensburg geborene Saitenlyriker von der Trias John Scofield, Bill Frisell und Pat Metheny beeinflusst; auch die alten Recken Jim Hall oder Wes Montgomery schimmern in seinem Spiel durch. Hinzu kommt eine gewisse Rockmelancholie. Nicht umsonst ist der Albumtitel eine Verbeugung vor dem Pearl-Jam-Stück „In My Tree“, nicht von ungefähr endet die CD des Arne Jansen Trios mit der Interpretation eines alten Songs der Grunge-Miterfinder.
„Release“ heißt die Nummer, und sie ist in der Tat eine Befreiung. Ganz sanft, mit Jansens Flageoletts auf der Gitarre, Kruses zärtlich-mächtigen Basslinien und Schaefers Glöckchenklingeln, beginnt das alles, wie ein unorthodoxer Jazzwalzer. Dann folgt die hymnische Entladung. Es ist ein Erdbeben. Und der tolle Abschluss einer angenehm entspannten Trioplatte.“

Rondo, Josef Engels, 25.3.2006

„Was für Referenzen! Studiert u.a. bei Goodrick, Metheny, Abercrombie, Rosenwinkel und Catherine. Bei Herbolzheimer gespielt, in drei Kontinenten Touren absolviert, im Katja Riemann Oktett, bei Tim Fischer und mit Markus Stockhausen gearbeitet und so weiter und so fort. Arne Jansen, wenn auch (noch?) kein household name, ist fraglos ein „heavy“ in der Preisklasse Muthspiel/Rosenwiinkel, und das heißt: kein Mann, der mit dem Kopf durch Wände geht oder unter Modernität eine grellbunt bekleckste Axt im Walde versteht. „My Tree“, Arnes neuestes Album, ist Trio pur und zwar mit Eva Kruse am Bass und Eric Schaefer, drums, eine Traumbesetzung also, mit jeder Menge Raum für viel sensible Arbeit von allen dreien. Ame selbst ist ein exzeptionell geschmackvoller Spieler, in der Tonsetzung wie in Klang und Komposition. Der Titel „Nachtgewitter“ mit seinem temperiert aggressiven Touch führt da möglicherweise noch ein bisschen in die Irre; der deine Strich, die klare Zeichnung dominieren das Album bei weitem. Und erfreulicherweise versteht Arne Jansen es ausgezeichnet, sich in Singlelines, wie geschmack- und kunstvoll auch immer, nicht zu erschöpfen. Ergo; „My Tree“ bietet eine Modernität, die fesselt, die seltsam warm und verbindlich ist und so gar nicht ins postmoderne, dekonstruktivistische Klischee passen will. Es geschieht ständig was; es macht neugierig. Die Gitarre für sich und die Trio-Interaktion insgesamt sind spannend, die Tiefe der musikalischen Aussage(n) bestechende die Leichtigkeit ihrer Präsentation frappierend. Ganz erstaunlich!

Jazz Podium 3/2006, Alexander Schmitz

„Um den deutschen Jazznachwuchs braucht derzeit, zumindest was die Quantität betrifft, kaum jemand Angst haben. Die Label toppen sich gegenseitig mit ihren Veröffentlichungsserien. Mit der Bassistin Eva Kruse und dem Schlagzeuger Eric Schaefer bilden gleich zwei in ähnlichen Projekten arbeitende Musiker das rhythmische Rückrat für den Berliner Gitarristen Arne Jansen. Der verbeugt sich auf „My Tree“ vor einem ganzen Heer an Saitenmagiern, die ihn über die Jahre inspirierend begleitet haben. Man spürt die gedankliche Nähe zu John Abercrombie, das Bluesfeeling John Scofields, das fast architektonische Kalkül Bill Frisells und die verwandte Leidenschaft mit Jimi Hendrix. Trotzdem bahnt sich Jansen durch das Dickicht seiner Vorbilder einen eigenen musikalischen Weg. Er klingt frisch und schafft einen beeindruckenden Spagat zwischen stiller Improvisationskunst und zupackender gitarristischer Rhetorik.“

Jazzzeitung 3/2006, Jörg Konrad

„Perfekt!“
Gitarre & Bass, 2/2006, It

„Ein bunter Strauß

Fragt man den jungen Berliner Gitarristen Arne Jansen nach seinen Vorbildern, so kommt ein bunter Strauß an Einflüssen und Stilen zusammen, der so wohl nur von der Persönlichkeit Jansens zusammengehalten wird: Da sind Mark Knopfler (der Gitarrist der Dire Straits) genau wie Pat Metheny (unvermeidlich) oder Jim Hall (natürlich) zu nennen. Ansonsten mag der Youngster unterschiedslos Miles und Sting, Clapton und Beethoven, U2 und Mahler. so kommt man also nicht weiter.
Bleibt die CD – und die offenbart ein haarfein zusammengeschweißtes Trio: Neben Arne Jansen sind die durch ACT zum „young german jazz“ gelabelte Bassistin Eva Kruse und der Drummer Eric Schaefer dabei. Tatsächlich präsentiert „My Tree“ verschiedene Einflüsse von Jazz zum Rock. Aber sie fügen sich zu einem erstaunlich bewusst subjektiven Ganzen zusammen.
Jansen, der zunächst pragmatisch Saxophon spielte ( Gitarristen gab es in der Schul-Bigband reichlich), kam spät zum Wunschinstrument, studierte Jazz-Gitarre in Berlin, besuchte Workshops von Metheny, Goodrick, Rosenwinkel und Abercrombie. Und wie Abercrombie hegt Jansen eine ausgeprägte Sympathie für den Rock an dessen ausfransenden Rändern, spielt auch schon mal in der australischen Band „Naked Raven“ mit.
Das Debüt-Album „My Tree“ titelt leider nur sieben Songs, fast allesamt wunderbare Eigenkompositionen. Dabei klingt Jansen – selbst wenn es „heavy“ wird – immer sanglich und effektfrei (da merkt man den Bläser) und mitunter nach Mick Goodrick (der auch für Kurt Rosenwinkels Entwicklung von Belang war). Zugegeben – manchmal schauen auch wahlweise Peter Frampton oder Steve Kahn durch den Vorhang, wenn auch nur kurz. Es ist eben ein bunter Strauß! Aber was zählt, ist letztlich eben doch nur die Musik. Und die hat es wirklich in sich.“
Klang *****
Musik *****

FonoForum, 2/2006, Tilman Urbach

„Er kann wunderbar lyrische Geflechte zaubern, vertrackte Themen aufflackern lassen und auch mal rockige Explosivität zelebrieren: Das Trio des Gitarristen Arne Jansen ist ein sinnlich-intellektuelles Vergnügen.“

Jazzzeitung 2006/02, Critics Choice, Roland Spiegel, BR

„Arne Jansens erste CD als Bandleader ist nicht nur ein weiterer Beleg für den beeindruckenden Talent-Reichtum der Berliner Szene, sie bietet auch die interessante Möglichkeit, mit Eva Kruse und Eric Schaefer die Rhythmusgruppe des Trios [eml, in dem die beiden mit Michael Wollny zusammenarbeiten, in völlig anderem Zusammenhang zu hören. Wobei der Begriff Rhythmusgruppe die Rolle von Kruse und Schaefer in beiden Trios nur sehr unzureichend beschreibt. In Jansens Gitarrenspiel finden Einflüsse quer durch die Stile und Epochen des Jazz zusammen, lassen sich Jim Hall, John Scofield und viele andere als Vorbilder erahnen. Doch tief in seinem Inneren ist er wohl doch ein Rocker. Den auf dem Papier offensichtlichsten Beleg liefert „Release“ von Pearl Jam, die Jansen als wichtige Inspiration nennt. Doch auch nach seinem Solo in „Cielo Argento“, das sich zwei Minuten lang in mähnenschüttelnderweise in die Raserei steigert, atmet man erst mal durch. „Last Minute“ erweist in seinem Facettenreichtum Bill Frisell die Ehre und hätte mit seiner Collagen-Ästhetik und den stilistischen Brüchen gut auf dessen „Before We Were Born“ gepasst. Alles in allem eine CD, die mit jedem Hören neue Entdeckungen offenbart.“

Jazzthetik, Guido Diesing, 2/2006

„Eine feine Platte. die frischen Wind ins neue Jahr bringt! Direkt mit dem ersten Titel „Before“ hebt sich der Nebel über einer Lichtung – und legt die Soundlandschaft um Arne Jansen frei: „My Tree“ trägt sieben starke Äste und scheint am Rande eines grünen Zauberwaldes zu wurzeln. Als einziges Fremdgewächs strebt Pearl Jams „Release“ gen Himmel, ansonsten erklingen Kompositionen des 30-jährigen Gitarristen, der zu Peter Herbolzheimers „Lieblingsgitarristen aus der Nachwuchsszene“ gehört, Mit Eva Kruse am Kontrabass und Eric Schaefer am Schlagzeug entfalten sich verzweigte und gleichzeitig klare Gebilde. Die drei Musiker der Berliner Szene haben sich bereits in verschiedenen Formationen verdient gemacht, sei es das Berlin-Kölner Quartett Firomanum, das Danish-German Jazz Sextet oder [em]. Auf der nun ersten gemeinsamen Trioplatte swingen die Songs so subtil wie druckvoll im durch „My Tree“ streifenden Wind, nicht zuletzt dank Eric Schaefers dezent präsenten Spiels. Ohne Flaute: Durch jeden Ast fegt eine neue Brise, mit einem ordentlichen Schlag Rock.“ (ula)

Jazzthing, 2/2006

„Die alte Mutter Jazz hat Junge bekommen. Wieder mal. Diesmal sogar einen Nachwuchs, der vielversprechende Hoffnungen weckt. Arne Jansen, ein junger Deutscher aus dem hohen Norden bereichert mit seinem Trio und vor allem mit seiner Gitarre den Bereich des deutschen Jazz, der seit dem Tod von Volker Kriegel ein bißchen vor sich hindümpelt. Eine Dreierbesetzung, wie sie klassischer kaum sein kann. Gitarre, Bass und Schlagzeug. Alles sehr spartanisch aufgezogen und doch erstaunlich variationsgeladen. Nicht zuletzt durch eine Frau am Bass, eine im Jazz immer noch höchst ungewöhnliche Konstellation. Eva Kruse studierte den 4-Saiter in Berlin und Göteborg und ist bereits seit der Jahrtausendwende gut und professionell im Geschäft. Der dritte im Bunde, der Drummer Eric Schaefer, ist ebenfalls ein vielbeschäftigter und gerne durch diverse Kombos rotierender Musiker in deutschen Landen. Was das Trio auszeichnet, ist ein reibungsloses und harmonisches Miteinander, das sich über die letzten Jahre mehr und mehr gefestigt hat. Egal ob man sich im wohltemperierten Fahrwasser eines Pat Metheny bewegt, sich so manches mal der Ausdrucksform eines Joe Pass annähert oder gerne, gewollt oder ungewollt, die Vor-Mahavishnu-Zeiten eines John McLaughlin aufgreift, immer ist das Qualitätslevel ein hohes und vor allem es pellt sich mit jedem Track eine ganz eigene und individuelle Klang-Konfiguration heraus, die das Zuhören zu jeder Zeit kurzweilig und gut verdaubar macht. Anbiederungen an die elektronische Schiene werden konsequent außen vor gelassen, ebenso Querschläge zur einschlägigen Rockmusik (sieht man einmal von „Last Minute” ab, das aber trotz heftig rockender Beats immer noch im großen und ganzen fest im Jazz verwurzelt ist), obwohl Jansen neben Hendrix und Pearl Jam auch Mark Knopfler oder Eric Clapton als Referenzpunkte ins Feld führt. Vielmehr bewegt sich das Spiel des Flensburgers vorwiegend auf den traditionellen Pfaden der jüngeren, klassischen Jazzgitarre. Vielleicht nicht so ganz das Ding von eingefleischten Crossover-Freaks, dafür aber dürften halt die „echten” Jazzer herzlichen Gefallen an dieser Scheibe finden.“

sound-and-image.de

„… Und Traumton Berlin macht einfach weiter wie gehabt: eigensinnig, excellent produziert und gediegen verpackt. Man höre nur die Debüt-CD des Gitarristen Arne Jansen, der sich im Trio grandios, fintenreich und spielfreudig zwischen Hendrix, Metheny und Jim Hall positioniert. …“

Saarbrücker Zeitung, 18.01.2006